Sanierungsmanager dringend gesucht!

Veröffentlicht am 23.04.2021 in Gemeinderatsfraktion

Unsere stellvertretende Fraktionsvorsitzende Andrea Schröder-Ritzrau zur ‚Information über die Inanspruchnahme der Umweltförderprogramme und des Förderprogramms Einbruchschutz 2020‘   

„Die SPD-Fraktion nimmt die Information zur Kenntnis. Mit Herrn Horny, dem Verfasser des Berichts, stimmen wir überein, dass nach wie vor die Dämmung von Gebäuden im älteren Bestand die größte Wirkung bei der Energieeinsparung hat. Wir bedanken uns für den Bericht, der zwar kurzgehalten ist, aber einen sehr guten Überblick gibt.

Wir haben mit unseren Förderprogrammen ein gutes Werkzeug für Hausbesitzer*innen – leider haben wir aber immer noch nicht den von uns beantragten Sanierungsmanager, der für eine intensive, persönliche Beratung und Begleitung bei dem komplexen Thema wichtig ist. Wir erhoffen uns durch den Sanierungsmanager viele 100 Hausbesitzer*innen zu überzeugen, etwas Gutes für ihren Geldbeutel und für das Klima zu tun.

Konkret: Was tut die Verwaltung, um die Stelle Sanierungsmanager endlich zu besetzen?

Im vergangenen Jahr sind 91 Tonnen an CO2-Einsparung laut Bericht durch die Maßnahmen erfolgt. Die kumulierten Werte seit 2006 belaufen sich auf insgesamt 2456 Tonnen und sind tatsächlich nur ein gutes Prozent der auf Walldorfer Gemarkung jährlichen CO2-Emissionen. Aber Kleinvieh macht auch Mist…deshalb bleiben wir auch hier dran.

Wir hätten gerne für die an die Stadtwerke Walldorf abgetretenen Programme (Förderung von Photovoltaik und Heizungsumstellung) gerne auch die CO2-Einsparungen bewertet und hoffen sehr, dass in Bezug auf die neue städtische Homepage, sobald sie denn endlich geschaltet wird, hier mehr Transparenz aufkommt – auch für die Bürger*innen, die an der Wirksamkeit der Förderprogramme ein großes Interesse haben.

Außerdem bittet die SPD-Fraktion dringend um zeitnahe Terminfindung für den Arbeitskreis Klimaschutz – es ist 1,5 Jahre her, dass es ein Treffen gab – es gibt dringende Themen anzugehen – z.B. das Konzept zur Klimafolgenanpassung in das weitere Anträge aus dem Gremium wie Grünflächenkonzept und neuer Landschaftsplan genauso münden müssen wie die langfristige Reduzierung klimaschädlicher Emissionen, mit denen sich die heute vorgestellten Förderprogramme beschäftigen.

Wir regen an im Arbeitskreis auch (inter)kommunale Wärmeplanung zu diskutieren, denn auch darüber kann einiges für den Klimaschutz erreicht werden. In dem Zusammenhang sollten wir auch die Geothermie-Planungen in der Region im Blick behalten.

SPD-Fraktion nimmt die Information zur Kenntnis und fordert die zügige Wiederaufnahme der Beratungen für den Arbeitskreis Klimaschutz.“