Planung für Rathaus-Außenstelle an der Drehscheibe beauftragt 

Veröffentlicht am 17.08.2026 in Gemeinderatsfraktion

Stadtrat Manfred Zuber

Unser Rathaus in der Nußlocher Straße stößt mittlerweile räumlich an seine Grenzen, da die Diensträume in vielen Fachbereichen inzwischen sehr dicht belegt sind. Deshalb hat die Verwaltung im Oktober 2025 vorgeschlagen, auf den vor 2 Jahren erworbenen Grundstücken zwischen der evang. Kirche und der Volksbank in zentraler Lage eine Außenstelle für die städtische Verwaltung zu bauen. 

Nach ersten Ideen zur Planung des Gebäudes und der Einfügung in die Umgebung sowie einer intensiven Diskussion zur Umsetzung der Baumaßnahme wurde die Verwaltung im März vom Gemeinderat beauftragt, auf der Basis der besprochenen Planskizzen die Planung und Umsetzung des Vorhabens voranzutreiben. 

 

Die SPD-Fraktion hatte den Planskizzen zwar zugestimmt, nicht aber der Beauftragung der Fachplanungsleistungen nach dem „alternativen Vergabeverfahren“ von Prof.  Dr. Burgi, das der Gemeinderat mehrheitlich beschlossen hat, weil es in Fachkreisen umstritten ist und auch rechtlich angezweifelt wird. Da unser Stadtbauamt Routine bei der Durchführung mit dem üblichen VgV-Verfahren hat, hatten wir vorgeschlagen, mit diesem Verfahren, das ca. ein halbes Jahr länger dauert, auf „Nummer Sicher“ zu gehen. Wir hoffen natürlich, dass es von den Aufsichtsbehörden keine Einsprüche geben wird. 

In der letzten Sitzung vor der Sommerpause hatte die Verwaltung dem Gemeinderat das Ergebnis des Vergabeverfahrens zur Entscheidung vorgelegt. Da alle vorgeschlagenen Büros über umfangreiche Erfahrung bei vergleichbaren Projekten haben, konnte die SPD-Fraktion der Vergabe der Fachplanungsleistungen für die Gewerke Elektro, Heizung/Sanitär/Lüftung, Statik und Objektplanung an die vorgeschlagenen Büros zustimmen. Zur Angebotsabgabe waren je Fachplanung drei bzw. vier regionale Büros aufgefordert, mit denen man gute Erfahrung gemacht hatte.  

Wir wollen an dieser Stelle aber nochmals darauf hinweisen, auf was es der SPD-Fraktion bei der weiteren Planung an diesem sensiblen Standort ankommt.  

Hier an der Drehscheibe dürfen wir nicht nur über das Gebäude als solches reden, hier geht es neben dessen Nutzung vor allem um die Gesamtsituation. D. h. um die Gestaltung der Freiräume zwischen der evang. Kirche und dem Gebäude und zwischen dem Gebäude und der Volksbank. Darauf haben wir bereits bei den ersten Diskussionen zu diesem Projekt hingewiesen.   

Den öffentlichen Bereich zwischen der evang. Kirche, der Hillesheim Scheune und dem geplanten Neubau kann man sich, wie auf den z. Zt. vorliegenden Planskizzen dargestellt, gut vorstellen, nicht aber den Bereich zwischen Neubau und Volksbank. Den sehen wir nicht nur als Tiefgaragen-Zufahrt, hier muss auch gestalterisch noch was passieren, nicht nur weil hier künftig der Eingang in das Dienstgebäude sein soll. Zumal da auch der Weg zu dem kleinen, „grünen Band“ ist, das neben der Scheune Kempf und hinter der Scheune Hillesheim beginnt und über das begehbare, begrünte Tiefgaragen-Dach bis zur Sandstraße reicht. Ein phantastischer Frischluftspender in dieser Hitze übrigens!  

Bisher wird dieser Bereich nur als Zufahrt zur Tiefgarage „Hinter der evang. Kirche“ und als Platz für die Müllbehälter wahrgenommen. Dieser Bereich muss unbedingt aufgewertet werden.  

Auf keinen Fall aber mit parkenden Autos! Dafür ist Platz in der Tiefgarage. 

Manfred Zuber