Die SPD Walldorf und die SPD-Fraktion trauern um Klaus Winnes

Veröffentlicht am 12.06.2026 in Ortsverein

SPD Walldorf trauert um Klaus Winnes

Klaus Winnes war seit Januar 1972 Mitglied in der SPD Walldorf und ein überaus engagierter Kommunalpolitiker, der fast 20 Jahre lang die Geschicke Walldorfs mitentschied.

Im Jahr 1999 wurde er erstmalig für die SPD in den Walldorfer Gemeinderat gewählt und in den Jahren 2004, 2009 und 2014 jeweils mit sehr guten Stimmergebnissen wiedergewählt. Elf Jahre war er als ehrenamtlicher Bürgermeister-Stellvertreter tätig.  Er hat die Ehrenstele und die Nadel des Gemeindetags Baden-Württemberg erhalten. Für „sein Walldorf“ hat er sich unter anderem im Sozial-, im Sport- und im Finanzausschuss eingebracht.

Klaus, ein stadtbekannter „Ur-Walldorfer“, hatte immer ein offenes Ohr für die Sorgen der Menschen. Ihn sprachen die Walldorfer und Walldorferinnen an, wenn sie etwas auf dem Herzen hatten, wenn sie sich über etwas geärgert hatten und wenn man seine Hilfe brauchte. Man traf ihn oft in der Hauptstraße im Gespräch mit den Menschen. Über diesen Weg erfuhr er hautnah „…was die Leit so denke üwwer dess, wass die Verwaltung un de Gemeinderat so mache!“

Über ein Jahrzehnt hat er für Menschen, die seine Hilfe brauchten, Arzttermine vereinbart und sie dorthin gefahren – das waren viele hundert Fahrten in und außerhalb Walldorfs bis nach Heidelberg. Unermüdlich setzte er sich für Menschen ein und er „schwätzte“ auch gerne mit den Menschen. Er hat das Erzählcafé „Walldorfer erzählen Walldorf“ gegründet, das regelmäßig im Astorstift stattfindet. Bei Kaffee und Kuchen lies Klaus dabei viele Jahre gemeinsam mit Reiner Menges die Geschichte der Stadt, Anekdoten und Traditionen aufleben. In der letzten Zeit ging dies aufgrund seiner Gesundheit nicht mehr, aber das Café ist nun eine nicht mehr weg zu denkende „Institution“ in Walldorf und immer bis auf den letzten Platz belegt an diesen Donnerstagen. Für seine ehrenamtliche Tätigkeit wurde er im Jahr 2016 auch von der Stadt Walldorf ausgezeichnet.

Klaus hat einiges angeregt in der Fraktion. Er war federführend bei der Einführung der Schuldnerberatung und anderer freiwilligen Hilfsangebote der Stadt Walldorf. Wenn Klaus gebraucht wurde, war er da. Deswegen hat er auch 2017 auf eigenen Wunsch den Gemeinderat verlassen, um sich mehr um seine kranke Frau Silke kümmern zu können, die ihn all die Jahre immer sehr unterstützt hatte.

Klaus hatte eine sehr soziale Grundeinstellung und einen ausgeprägten Gerechtigkeitssinn. Das belegen seine vielen Einsätze für die Gemeinschaft auch im Berufsleben. 19 Jahre war Klaus Betriebsratsvorsitzender bei der Rototherm GmbH, einer Tochter der Kraftanlagen AG und davor 8 Jahre Betriebsratsvorsitzender bei der Firma Weidemann. Ein ur-sozialdemokratischer Einsatz für die Arbeitnehmerseite. Auch für den Berufsnachwuchs und deren Ausbildung hat er sich intensiv eingesetzt. Insgesamt 26 Jahre war er Mitglied im Prüfungsausschuss der Industrie- und Handelskammer – und das auch über sein aktives Berufsleben hinaus.

Und weil er ein so großes Herz hatte, sind ihm viele Dinge sehr nahe gegangen, näher, als ihm selbst guttat, insbesondere, wenn es für Probleme keine „gerechte“ Lösung gab.

Die Walldorfer SPD ist dankbar, dass Klaus in ihren Reihen war, und wir werden ihm ein ehrendes Andenken bewahren. Unser tiefes Beileid gilt seinen beiden Kindern Eric und Anja-Katrin und allen Angehörigen und Freunden von Klaus.