Stadträtin Petra Wahl
Das neue Förderprogramm „Parkplatzüberdachung mit Photovoltaik“, das sich hauptsächlich an Gewerbetreibende richtet, ist ein bedeutender Schritt zur Stärkung von Walldorf als Wirtschaftsstandort. In einer Zeit, in der Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung immer wichtiger werden, bietet dieses Programm eine hervorragende Möglichkeit, ökologische Verantwortung mit wirtschaftlichem Erfolg zu verbinden.
Photovoltaik-Überdachungen für Parkplätze bieten zahlreiche Vorteile. Sie ermöglichen eine doppelte Flächennutzung, indem sie sowohl als Witterungsschutz dienen als auch Strom erzeugen, ohne zusätzlichen Flächenverbrauch zu verursachen. Der erzeugte Solarstrom kann direkt vor Ort genutzt werden, beispielsweise für Ladestationen von Elektrofahrzeugen, was die Abhängigkeit vom Stromnetz verringert und die CO₂-Emissionen reduziert. Zudem verbessern sie das Unternehmensimage durch sichtbares Engagement für Nachhaltigkeit und bieten wirtschaftliche Vorteile durch Einsparungen bei Energie- und Winterdienstkosten.
Ein Blick nach Frankreich zeigt, dass Photovoltaik-Überdachungen bei Supermärkten dort bereits seit über einem Jahrzehnt etabliert sind. Diese Praxis hat sich bewährt und bietet wertvolle Anhaltspunkte für die Umsetzung in Walldorf. Hier besteht eindeutig Nachholbedarf, das neue Förderprogramm könnte der Anstoß sein, den Walldorfer Gewerbetreibenden diese Herangehensweise näherzubringen.
Die SPD-Fraktion legt großen Wert darauf, dass bei der Umsetzung des Programms ausschließlich bestehende Flächen genutzt werden und keine Bäume gefällt werden müssen – ein Punkt, der auch von der Verwaltung unterstützt wird, wie die Vorlage zeigt.
Uns ist ebenso wichtig, dass nichts gefördert wird, was ohnehin Pflicht ist, wie z. B. bei der Neuerrichtung großer Parkflächen. Die Installation von Photovoltaikanlagen auf öffentlichen, städtischen Parkflächen sehen wir als sinnvoller Ansatz, um die Vorbildfunktion der Stadt zu unterstreichen. Wir sind gespannt auf die Ergebnisse der Prüfung.
Die Fördersumme von 500 Euro pro kWp mit einer maximalen Fördersumme von 20.000 Euro pro Antragsteller erachten wir als angemessen. Diese Unterstützung soll dazu beitragen, dass viele Unternehmen in die Installation von Photovoltaikanlagen investieren.
Der zweite Punkt des Beschlussvorschlags betrifft die Förderung von Photovoltaikanlagen auf Nichtwohngebäuden, das auch an Privatpersonen gerichtet ist. Hier begrüßen wir ausdrücklich die Verdoppelung der Förderung von 100 Euro auf 200 Euro pro kWp bei einer maximalen Fördersumme von 20.000 Euro pro Anlage. Die bisherigen Förderhöhe wurden als unzureichend empfunden, was sich in der geringen Resonanz mit lediglich acht Bewilligungen auch zeigt. Die Hoffnung besteht darin, dass diese Anpassungen die Attraktivität des Programms erhöhen und den Ausbau der Photovoltaik auf Nichtwohngebäuden effektiver vorantreiben werden.
Wir danken zunächst dem Fachbereich für die ausführliche Vorlage und hoffen, dass diese Maßnahmen nun Früchte tragen und sind gespannt, wie diese Förderprogramme nun angenommen werden. All diese Maßnahmen zielen darauf ab, den Klimaschutz zu stärken, die Energiewende voranzutreiben und zur Erreichung unsere Klimaziele beizutragen – also ein Gewinn für alle Beteiligten.
Die SPD-Fraktion stimmt der Erweiterung der städtischen Förderprogramme zur Förderung von Photovoltaikanlagen auf Parkplätzen sowie die Anpassung der Zuschüsse für Nichtwohngebäude zu.
Petra Wahl