Schick_03_2026 Bereits bei seiner Errichtung war im Tierpark ein Kinderspielplatz mit eingeplant, denn man wollte – wie es damals hieß – „keinen Zoo, sondern einen Park für Tiere und Menschen schaffen, eine Oase der Erholung im Grünen, für Groß und Klein“. Dieser Grundgedanke prägt den Tierpark Walldorf bis heute. Nun steht die Anlage nach fast 60 Jahren vor einem großen Modernisierungsschub – und doch geht es nicht darum, den Park neu zu erfinden, sondern seine bewährte Idee zeitgemäß weiterzuführen.
In der jüngsten Gemeinderatssitzung wurde die Neukonzeption des Tierparks vorgestellt, die in den kommenden Jahren Schritt für Schritt umgesetzt werden soll. Im Mittelpunkt stehen mehr Tierwohl, ein starkes pädagogisches Konzept, attraktive Aufenthaltsbereiche für Besucherinnen und Besucher sowie gute Arbeitsbedingungen für die Beschäftigten im Park. Wichtig ist auch: Der Tierpark bleibt während der Umbauphase offen und weiterhin kostenlos zugänglich, die Veränderungen werden im laufenden Betrieb umgesetzt und regelmäßig überprüft.
Für die SPD-Fraktion machte Stadtrat Christian Schick deutlich, welche Bedeutung der Tierpark für Walldorf hat – und warum die jetzt anstehende Weiterentwicklung folgerichtig ist. „Vor 60 Jahren errichtet ist der Tierpark aus Walldorf nicht mehr wegzudenken, denn er war und ist so viel mehr als eine bloße Verwahranstalt für Tiere“, betonte Schick im Gemeinderat. So sei es damals bereits darum gegangen, einen Ort der Begegnung zu schaffen.
Gleichzeitig erinnerte Schick daran, dass der Tierpark in der Vergangenheit keineswegs selbstverständlich war: „Zur Wahrheit gehört auch, dass der Tierpark vor dem Aus stand.“ Ohne den Förderverein, das hohe persönliche Engagement vieler Ehrenamtlicher und das Netzwerk aus Sponsoren und Tierpatinnen und -paten gäbe es den Tierpark in seiner heutigen Form möglicherweise gar nicht mehr. Namentlich nannte er unter anderem die Familien Spiegel, Müller und Schreier und verband dies mit einem ausdrücklichen Dank an alle, die sich über Jahre für den Park eingesetzt haben – und dies bis heute tun.
Die SPD begrüßt insbesondere, dass die Weiterentwicklung des Tierparks vom Naturschutzbund begleitet und völlig transparent gestaltet wird: Eine anschauliche Broschüre erläutert das Konzept, eine Bürgerumfrage soll Rückmeldungen aus der Bevölkerung einholen, zudem werden pädagogische Einrichtungen frühzeitig eingebunden. So können Hinweise und Wünsche bereits in einer frühen Phase berücksichtigt werden. Schick zeigte sich optimistisch: Wenn Konzept, Fachwissen und Engagement weiter so gut zusammenwirken, „werden wir schon bald einen tollen neuen Park haben“ – im Geist der ursprünglichen Idee: als Oase für Mensch und Tier im Grünen.