Planung einer Rathaus-Außenstelle in der Johann-Jakob-Astor-Str. 3 + 5 

Veröffentlicht am 07.04.2026 in Gemeinderatsfraktion

Stadtrat Manfred Zuber

Nach dem Erwerb der beiden Grundstücke zwischen der evang. Kirche und der Volksbank vor 2 Jahren hat die Stadt die bauliche Entwicklung in diesem zentralen Bereich selbst in der Hand. Da durch die Zunahme der Beschäftigten die Diensträume im Rathaus nicht mehr ausreichen, hat die Verwaltung im Oktober 2025 den Vorschlag entwickelt, auf diesen Grundstücken eine Außenstelle für die städtische Verwaltung zu schaffen und bereits in der Ausschuss-Sitzung Mitte Januar 2026 dem Gremium erste Überlegungen vorgestellt. In der Sitzung im März wurden weitere Ideen zu diesem Projekt – auch aus dem Gremium – diskutiert.  

Das Ergebnis, auf dessen Grundlage ein Planungsteam beauftragt werden soll, liegt nun auf dem Tisch: Ein ansprechender Vorentwurf für ein Gebäude, das die Verbindung des zentralen Bereichs von der Hauptstraße über die Drehscheibe bis zum Lindenplatz bzw. Rathaus sinnvoll und gut ergänzt. 

Für die Verwaltung ist sicherlich der Neubau der Büros mit ca. 30 Arbeitsplätzen der wichtigste Teil des Projekts, für eine gut funktionierende Innenstadt ist die Ladeneinheit im Erdgeschoss ganz wichtig. Das hatte auch schon unser Innenstadt- und Einzelhandels-Gutachter Dr. Acocella so empfohlen.  

Das Zurücksetzen der Front des Neubaus auf die Flucht der Volksbank ermöglicht einen breiteren Gehweg, der die J.-J.-Astor-Straße zur Nußlocher Straße „öffnet“. Durch den Zuschnitt des Grundstücks und wegen der Grenzbebauung der Hillesheim Scheune auf dem zurückgesetzten Nachbargrundstück hinter der Kirche, ist die Nord-Süd-Ausrichtung des Neubaus vorgegeben. Die Altstadt-Satzung schreibt hier eine Dachneigung von 45° vor. Mit der aus dem Bebauungsplan vorgegebenen Wand- und Firsthöhe kann der Übergang von der Hillesheim Scheune zum höheren Gebäude der Volksbank ganz gut gelingen, und ein abgestufter Baukörper die Formensprache des Bankgebäudes gegenüber aufnehmen.  

Der Eingang zu den Büros auf der Ostseite des Gebäudes ermöglicht einen guten Zuschnitt des Ladenlokals, was bei einem Eingang auf der Westseite wegen des Anbaus an die Hillesheim Scheune so nicht möglich wäre. Mit dem Eingang an der Ostseite dürfte auch klar sein, dass dieser Bereich zur Bank hin, der bisher nur als Zufahrt zur Tiefgarage (TG) „Hinter der evang. Kirche“ und als Platz für die Müllcontainer der Bank wahrnehmbar ist, dringend gestalterisch aufgewertet werden muss.   

Aus Sicht der SPD-Fraktion dürfen wir an diesem sensiblen Standort nicht nur über das Gebäude diskutieren, sondern auch über das Umfeld. Den öffentlichen Bereich zwischen der evang. Kirche, der Hillesheim Scheune und dem geplanten Neubau kann man sich, wie auf den Planskizzen dargestellt, gut vorstellen, nicht aber den Bereich zwischen Neubau und Volksbank. Den sehen wir nicht nur als TG-Zufahrt, hier muss auch gestalterisch noch was passieren, nicht nur weil hier künftig der Eingang in das Dienstgebäude sein soll. Denn hier kommt man auch auf das begehbare, begrünte TG-Dach, das Teil eines kleinen, grünen Bandes ist, das neben der Scheune Kempf beginnt und bis zur Sandstraße reicht.  

Die bisherige Planung ist hier geprägt durch die  

  • Zufahrt (nur Einfahrt!) zur TG,  

  • 5 Parkplätze senkrecht im EG des Neubaus und  

  • 2 Stellplätze parallel zum Gebäude und zur TG-Zufahrt.  

Dadurch wird eine Verkehrssituation entstehen, die nicht ganz unproblematisch ist, auch weil die (Rest-)Fläche zwischen den Parkplätzen und der TG-Zufahrt es zulässt zu wenden und gegen die Einfahrt rauszufahren. Diese Problematik und die Aufwertung dieses Bereichs sind dringend vor der weiteren Planung noch mit dem Eigentümer der TG-Zufahrt, der Volksbank, zu klären. 

Dem Auftrag an die Verwaltung die Planung fortzuführen, hat die SPD-Fraktion mehrheitlich zugestimmt, hat aber Kritik geübt, dass weder die Sachzwänge der Raumnot aufgezeigt noch mitgeteilt wurde, welche Ämter betroffen sind.  

Der Vergabe der Planungsleistungen nach dem „alternativen Vergabeverfahren“ nach Prof.  Dr. Burgi konnten wir nicht zustimmen. Laut Vorlage wird das Verfahren zwar von einigen Städten angewandt, ist aber in Fachkreisen umstritten und rechtlich angezweifelt.  

Da unser Stadtbauamt Routine bei der Durchführung mit dem üblichen VgV-Verfahren hat, hätten wir mit diesem Verfahren, das ca. ein halbes Jahr länger dauert, auf „Nummer Sicher“ gehen und kein Risiko durch mögliche Einsprüche eingehen sollen. Leider hat die Mehrheit anders entschieden. 

Manfred Zuber 

 

SPD Walldorf auf Facebook

Termine

Alle Termine öffnen.

10.06.2026, 19:00 Uhr - 21:00 Uhr SPD Walldorf – Einladung zum Gesprächsabend mit Carsten Lotz

26.06.2026, 16:00 Uhr - 18:00 Uhr SPD Walldorf vor Ort
Kommen Sie mit uns ins Gespräch. Treffen Sie uns am SPD Info Stand.

11.07.2026, 16:00 Uhr - 20:00 Uhr SPD Walldorf - Jahreshauptversammlung
JHV der SPD Walldorf mit Neuwahlen des Vorstands Anschließend Grillen und gemütliches Beisammensein mit M …

Für uns im Bundestag

für uns im Bundestag

Lars Castellucci
Als Elternzeitvertretung suche ich zum 15. Juli 2026 in meinem Berliner Bundestagsbüro eine/n Referenten/Referentin für Öffentlichkeitsarbeit und Social Media (m/w/d)

The post Stellenausschreibung Referent/in für Öffentlichkeitsarbeit first appeared on Lars Castellucci.

Schlaglichter 2023

Benachbarte SPD-Ortsvereine