Erfolgreiche Unterschriftensammlung in Walldorf für den Erhalt der Notfallpraxis in Schwetzingen

Veröffentlicht am 13.11.2024 in Ortsverein

Unterschriftensammlung Notfallpraxis SchwetzingenBildrechte: SPD Walldorf / Unterschriftensammlung zum Erhalt der Notfallpraxis in Schwetzingen

Wir kämpfen weiter – machen Sie mit
Die SPD Walldorf organisierte letzte Woche auf dem Walldorfer Wochenmarkt einen Infostand sowie samstags einen Infostand in der Hauptstraße. Man konnte sich informieren und es wurde zur Unterschriftensammlung für den Erhalt der Notfallpraxis in Schwetzingen aufgerufen. Über 400 Unterschriften sind in wenigen Stunden zusammengekommen. „Wir machen weiter!“ so die einhellige Meinung im Team. Es haben uns weitere Personen gebeten in ihren Geschäften die Unterschriftenlisten auslegen zu dürfen.

Es wurde in vielen Gesprächen auch sehr deutlich, wie wichtig den Menschen in Walldorf die Notfallversorgung ist. Viele haben die Notfallpraxis bereits für sich selber oder Freunde und Angehörige nutzen müssen. Sie alle zeigten sich dankbar – andere wünschen sich auch zukünftig diese Sicherheit für sich und ihre Familien. Immer wieder hörten wir auch das Argument, wenn die Notfallpraxis zu macht, gehen alle direkt in die Klinik, die damit überlastet wird. Wir sind auf die Notfallpraxis in Schwetzingen angewiesen. Die Praxen in Heidelberg oder Sinsheim sind mehr als doppelt so weit entfernt.  Es ist klasse, wie viele Menschen sich beteiligt haben und weiter beteiligen. Die Argumentation der  kassenärztlichen Vereinigung (KVBW) und ihren regionalen Funktionsträgern, man habe schlichtweg nicht genug Ärzte ist bezogen auf Schwetzingen falsch: Die Praxis ist nicht nur sehr gut ausgelastet, auch die personelle Besetzung ist kein Problem. Wie geht es weiter? Die Kassenärztliche Vereinigung Baden-Württemberg (KVBW) hat bestätigt: Nicht nur 17, sondern 18 Notfallpraxen in Baden-Württemberg sollen geschlossen werden. Das trifft besonders kleinere Gemeinden im ländlichen Raum. Hier wird die Notfallversorgung der Menschen ohne triftigen Grund zusammengestrichen – obwohl ein gesetzlicher Sicherstellungsauftrag besteht. Nicht mit uns! Als SPD kämpfen wir um jede Notfallpraxis im Land. Wir fordern: Die Betroffenen müssen gehört werden: Es ist ein Skandal, dass die betreffenden Kommunen, die Rettungsdienste, die Krankenhäuser und die gesetzlichen Kassen bisher nicht angehört wurden. Manfred Lucha muss vom Zuschauer zum Akteur werden: Der Minister darf die Kassenärztliche Vereinigung (KV) nicht einfach so gewähren lassen. Rheinland-Pfalz hat es vorgemacht: Vergangenes Jahr hat sich der zuständige Minister dort der KV entgegengestellt und gezeigt: So nicht!
„Die neue Struktur soll schrittweise ab April 2025 umgesetzt werden. Aktuell ändert sich erst einmal nichts. Wir haben lange Vorlaufzeiten, weil alle Beteiligten Planungssicherheit benötigen. So sind beispielsweise die Dienstpläne bereits bis März 2025 geschrieben. Wir werden die neue Struktur dann schrittweise umsetzen und gehen davon aus, dass sie bis Ende 2025, Anfang 2026 abgeschlossen sein wird,“ heißt es von Seiten der KV.
Die SPD Walldorf wird sich weiter für den Erhalt der Notfallpraxis in Schwetzingen einsetzen und alle Unterschriften einbringen, in der Hoffnung, dass der Sozialminister einschreitet und sich den Plänen der KV entgegenstellt. 
Wenn Sie keine Zeit hatten an unserem Stand vorbei zukommen aber trotzdem für den Erhalt der Notfallpraxis unterschreiben möchten, könnten Sie dies auch gerne online machen: Unsere Notfallpraxis in Schwetzingen muss weiterhin geöffnet bleiben! - Daniel Born MdL – Vizepräsident des Landtags von Baden-Württemberg