Stadtrat Christian Schick Stadtrat Christian Schick nahm in der letzten Sitzung des Gemeinderats zur Auswertung der Geschwindigkeitsmessungen und zur Jahresstatistik des Vollzugsdienstes Stellung:
Die Auswertung der Geschwindigkeitsmessungen zeigt, dass die Verkehrsüberwachung in Walldorf wirkt, aber keineswegs entbehrlich ist. Während stationäre Anlagen an mehreren Standorten für sehr niedrige Beanstandungsquoten sorgen, belegen auffällige Werte etwa in der Heidelberger Straße und bei mobilen Messungen, dass gezielte Kontrollen weiterhin notwendig bleiben.
Abseits der stationären Anlagen waren bei den mobilen Messungen im Durchschnitt über 17 Prozent der gemessenen Fahrzeuge zu beanstanden, was aus unserer Sicht den weiteren Bedarf an solchen zusätzlichen Kontrollen bestätigt, die ja nunmehr auch in der Nußlocher Straße und der Bahnhofstraße durch uns durchgeführt werden dürfen, können und nach unserer Auffassung gerne auch sollen.
Aus der Vorlage zur Jahresstatistik des Vollzugsdienstes wird erneut sehr deutlich, wie breit das Aufgabenfeld unseres Vollzugsdienstes inzwischen aufgestellt ist und wie sehr sich die Tätigkeit längst über die reine Überwachung des ruhenden Verkehrs hinaus entwickelt hat.
Die vorgelegten Zahlen belegen eindrucksvoll, in welchem Umfang der Vollzugsdienst im vergangenen Jahr tätig war: über 3.500 Verwarnungen im ruhenden Verkehr, über 14.000 Anzeigen aus Geschwindigkeitsmessungen und 154 Spät- und Nachtdienste sprechen eine klare Sprache.
Daran wird sichtbar, dass der Vollzugsdienst in Walldorf nicht nur kontrolliert, sondern in vielen unterschiedlichen Bereichen präsent ist und hier einen wesentlichen Beitrag zu Prävention, Sicherheit und Ordnung im öffentlichen Raum leistet.
Zugleich zeigt die Statistik, dass die Mitarbeitenden regelmäßig mit schwierigen und konfliktbelasteten Situationen konfrontiert sind. Auch wenn die Zahl der Widerstandshandlungen, Beleidigungen und Drohungen gegenüber dem Vorjahr zurückgegangen ist, wurden im Jahr 2025 dennoch 19 entsprechende Fälle erfasst.
Das ist und bleibt aus unserer Sicht besorgniserregend.
Für uns gilt deshalb weiterhin ganz klar: Der Schutz unserer Mitarbeitenden hat höchste Priorität.
Wir bitten daher um Auskunft, wie mit solchen Vorfällen intern umgegangen wird.
Werden diese systematisch nachbereitet und ausgewertet?
Gibt es hierfür feste Abläufe, Unterstützungsangebote oder begleitende Schulungen für die betroffenen Mitarbeitenden?
Ebenso interessiert uns, ob die personellen Verstärkungen und die Ausweitung der Strukturen bereits spürbar zur Entlastung im Arbeitsalltag beitragen.
Unabhängig davon möchten wir an dieser Stelle dem gesamten Vollzugsdienst ausdrücklich für seine engagierte und oftmals nicht einfache Arbeit danken, denn die vorgelegte Statistik macht deutlich, wie wichtig diese Arbeit für das Sicherheitsgefühl und das geordnete Zusammenleben in unserer Stadt ist.
Wir nehmen die Jahresstatistik 2025 anerkennend zur Kenntnis.