Dr. Andrea Schröder-Ritzrau, Fraktionsvorsitzende
Die SPD-Fraktion dankt Herrn Konrad und Herrn Tisch vom Stadtbauamt sowie dem Büro Spang, Fischer, Natzschka GmbH für die Vorlage und den umfänglichen Bericht zur Orientierungsphase, der wirklich in einer Tiefe in die Gegebenheiten auf dem Gebiet der Stadt Walldorf einführt, dass es eine Freude ist, ihn zu lesen. Wir hatten im September 2025 das Büro Spang, Fischer, Natzschka in Kooperation mit dem Büro HHP, raumentwicklung Rottenburg a.N. mit der Erarbeitung des Landschaftsplans beauftragt.
Sie fragen sich, warum wir hier überhaupt aktiv werden müssen?
Bereits vor 5 Jahren hat mein Kollege Manfred Zuber beim Antrag der Grünen für ein Stadtbegrünungskonzept wiederholt auf die notwendige Fortschreibung des bestehenden Landschaftsplans hingewiesen. Schließlich ist der bestehende Landschaftsplan wesentliche Grundlage für den Flächennutzungsplan und mittlerweile 40 Jahre alt. In den 40 Jahren hat sich sehr viel getan.
Der Landschaftsplan ist für uns ein wichtiges Planungsinstrument mit dem wir unseren Lebensraum, die Stadt Walldorf, über Naturschutz, Landwirtschaft, Energiewirtschaft, Naherholung und Klimaanpassung vor Ort entwickeln können. Aber er ist erst dann rechtsverbindlich, wenn die Ziele, die wir erarbeiten, auch in dem übergeordneten Flächennutzungsplan einfließen. Den Landschaftsplan wollen wir bis Ende 2027 beschließen.
Mit dieser öffentlichen Bekanntmachung muss auch der Bericht der Orientierungsphase, der Ist-Zustands von Natur und Landschaft auf Walldorfer Gebiet, auf der Homepage der Stadt veröffentlicht werden. Haben Sie ihn schon gefunden auf der Homepage und angesehen, diesen Bericht und die Karten? Wenn nicht, wenden Sie sich an die Öffentlichkeitsarbeit der Stadt.
Wir treffen heute den Aufstellungsbeschluss gerne und den Aufruf an Sie, die Öffentlichkeit, sich am Projektbegleitkreis zu beteiligen.
Das war unsere Stellungnahme am 24. März im Gemeinderat.
Der Projektbegleitkreis (PBK) hat mittlerweile das erste Mal zusammengesessen und sich vor allem mit den Themen Klimaschutz und -anpassung, insbesondere dem Wasserhaushalt in Walldorf, dem Umbau zur Energielandschaft und der Wichtigkeit von Biodiversität für Ernährung und Klimaschutz befasst.
Was können wir tun, um die Belastung Walldorfs durch Überwärmung zu mildern? Dafür ist es wichtig, sich anzusehen, wo denn die größte Hitzebelastung ist und welche Nutzungen dort stattfinden, um Konzepte für nötige Maßnahmen, baulich oder Nutzungsänderungen, zu treffen. Hier ist besonders die Hitzekarte aus dem Orientierungsplan eine wichtige Grundlage.
Wie halten wir Niederschlagswasser im Gemeindegebiet schadlos zurück und versickern es, um in Trockenphasen die Grundwasserstände zu stützen? Können wir noch mehr Rückhalteflächen schaffen? Wie gehen wir mit Hochwasser und Starkregen zukünftig um? Wie sieht der Hochwasserschutz an unseren Gewässern aus? Die Fragen beziehen sich nicht nur auf unsere Häuser und sonstige Infrastruktur, sondern betreffen auch unsere Wasserschutzgebiete, die wir pflegen müssen, damit unser Trinkwasser sauber bleibt und weiter auskömmlich vorhanden ist.
Andrea Schröder-Ritzrau, Fraktionsvorsitzende