Neubau Feuerwehrhaus: Gut Ding will Weile haben!  

Veröffentlicht am 01.10.2024 in Gemeinderatsfraktion

Stadtrat Manfred Zuber

In der September-Sitzung des Gemeinderats war das Raumprogramm für das neue Feuerwehrhaus zu beschließen, weiterhin stand die Entscheidung an, für die Planungsleistungen ein Verfahren nach der Vergabeverordnung für öffentliche Auftragsvergaben (VgV) durchzuführen. Dazu Stadtrat Manfred Zuber: 

„Gut Ding will Weile haben: Seit nahezu 15 Jahren und nach 5 Klausur-Sitzungen des Gemeinderats sowie einer „Standort-Rotation“ geht die lange Planungsphase für das neue Feuerwehrhaus nun absehbar bald zu Ende.  

Die SPD freut sich, dass wir mit der Zustimmung zum Raumprogramm und zur Einleitung des VgV-Verfahrens, dem Projekt „Neues Feuerwehrhaus“ einen großen Schritt näherkommen.  

 

Raumprogramm und VgV-Verfahren: Ja, darüber durften wir in den letzten Jahren immer mal wieder beschließen, zuletzt im Zusammenhang mit dem neuen Pflegeheim am Astoria-Kreisel und dem Neubau von 48 Wohnungen an der Wieslocher Straße. 

 

Die SPD-Fraktion hätte über die beiden Beschlüsse am Standort südlich des Friedhofs gerne schon früher entschieden: Vor genau 6 Jahren, im September 2018, hatten wir eine Machbarkeitsstudie für die Unterführung der B 291 beantragt, damit die Einsatzkräfte das geplante neue Feuerwehrhaus bei Alarm innerhalb der vorgeschriebenen Zeit erreichen können, was über die Kreuzung an der B 291 nicht sichergestellt werden kann. Leider entschied sich das Gremium damals mehrheitlich für einen Standort östlich der B 291 im Wohngebiet Süd III.  

Bei der Erstellung des Raumprogramms war neben der Walldorfer Feuerwehr für die Feuerwehrbedarfsplanung auch die Universität Wuppertal beteiligt. Das Raumprogramm für die DRK-Notarzt-Station wurde vom DRK-Kreisverband zur Verfügung gestellt, der allerdings aktuell noch keine Baumaßnahme beabsichtigt. Wir wollen aber die Fläche dafür vorhalten. Eine Erweiterung dieses Standorts erfordert allerdings eine Verlagerung der Walldorfer Ortsgruppe, weshalb die Räume des örtlichen DRK sowie deren Entwicklungsflächen in direkter Nachbarschaft zur FFW berücksichtigt werden.  

Das Raumprogramm haben wir in der Vorberatung ausführlich diskutiert. Ich will da jetzt nicht näher darauf eingehen. Einen Punkt wollten wir dennoch hervorheben: Im neuen Feuerwehrhaus sind auch Büroflächen vorgesehen, die im Regelbetrieb als „Co-Working-Plätze“ für Feuerwehrleute und in spezifischen Lagen für die Einrichtung eines Katastrophenschutz-Stabs durch die Verwaltung zur Verfügung stehen. Das finden wir sehr gut, weil dies für die Freiwilligen unserer Feuerwehr ein sehr attraktives Angebot ist, Home-Office vom Feuerwehrhaus zu ermöglichen.  

Das Raumprogramm der FFW mit den Räumen des DRK-Ortsverbands ist die Planungsgrundlage für den Neubau dieser Einrichtungen und für die städtebauliche Entwicklung des Areals südlich des Friedhofs.  

Über das Wettbewerbsverfahren soll die Architektenleistung vergeben werden sowie eine Planung für die Gesamtanlage einschließlich der Erschließung – auch die Unterführung der B 291 – und eine Vorplanung für den Neubau des Feuerwehrhauses ausgewählt werden. Aufgrund der hohen Bedeutung des Freiraums am Ortseingang von Walldorf ist ein Landschaftsarchitekt zu beteiligen. 

Mit der Entwicklung der Fläche am westlichen Zugangsbereich der Stadt soll der Bereich neu geordnet und gegliedert werden. Durch die Lage und Nähe an Autobahn, Bundes- und Landstraßen ist der zu überplanende Bereich schon sehr stark lärmvorbelastet, deshalb soll der Schutz des Friedhofs vor zusätzlichen Lärm- und Schallbelastungen bei der städtebaulichen Planung als wichtiges Kriterium Berücksichtigung finden. 

Für die Planungsleistungen einer so großen Entwicklungs- und Baumaßnahme ist die Durchführung eines VgV-Verfahrens vorgeschrieben. Wir sind sehr zuversichtlich, dass unsere Bauverwaltung mit dem beauftragten Fachbüro Kohler/Grohe das umfangreiche Verfahren wie die oben genannten in den letzten 4 oder 5 Jahren reibungslos und zu unser Aller Zufriedenheit durchführen wird. 

Mit dem Neubau des Feuerwehrhauses entsteht ein Hilfeleistungszentrum in und für Walldorf mit überörtlicher Bedeutung. Damit wird die bedarfsgerechte Versorgung der Walldorfer Bevölkerung für die Zukunft gesichert.  

Dem vorliegenden Raumprogramm und der Durchführung eines „VgV-Verfahrens für die Architektenleistung mit integriertem Planungswettbewerb über die städtebauliche und hochbautechnische Planungsaufgabe im Grundsatz“ stimmt die SPD-Fraktion gerne zu.“