
Die SPD-Fraktion hat in der letzten Gemeinderatssitzung der Deckung des Finanzierungsfehlbetrages des Pflegezentrum Astor-Stift aus dem Jahr 2024 über eine Einlage bei der Astor-Stiftung zugestimmt. Die Fraktionsvorsitzende und Astor-Stiftungsrätin Dr. Andrea Schröder-Ritzrau betonte in ihrer Stellungnahme, dass die benötigten Mittel in Höhe von 233.400 € aus dem städtischen Haushalt hierfür genommen werden können. Dass die Stiftung den Verlustausgleich diesmal nicht selbst stemmen sollte, was sie sonst zumeist tut, liegt in erster Linie an der Höhe des Verlustes, der durch die Reduzierung der Bettenzahl, die dem Pflegezentrum Astor-Stift durch die Landesheimbauverordnung auferlegt wurde, entsteht.
Die Personal- und Wirtschaftskosten sind dagegen weitestgehend gleichgeblieben. Die SPD-Fraktion ist zuversichtlich, dass, sobald das neue Pflegeheim gebaut und in Nutzung ist, die Lage sich besser darstellen wird. Der Gemeinderat werde durch die Kämmerei bald Möglichkeiten einer langfristigen Sicherung vorgelegt bekommen.
Die Stiftungsimmobilien, die die Bezuschussung des Pflegezentrums ermöglichen sollen, werden zunehmend zur Substanzerhaltung benötigt und Zinseinnahmen auf das Stiftungskapital sind aufgrund der Situation am Kapitalmarkt zu gering für einen Ausgleich.
Allerdings muss man anerkennen, dass die ersten Hochrechnungen der Kämmerei tatsächlich einen viel höheren Fehlbetrag prognostiziert hatten. Erleichtert nimmt die SPD-Fraktion daher dieses Ergebnis zur Kenntnis. Es ist tragbar. Walldorf geht als solvente Stadt bewusst in den Verlustausgleich für Daseinsvorsorge in vielen Bereichen, so auch hier, um die Stiftung als Träger des Pflegeheims nicht zu schwächen bzw. zu halten.
In der anschließenden Diskussion führte sie für die Fraktion weitere Bereiche auf, bei denen die Stadt für Daseinsvorsorge aufkommt. Außerdem wurde von uns nochmal darauf hingewiesen, wie dringend nötig die geplante Einrichtung ist, um dem ständig wachsenden Bedarf an Pflegeplätzen in Walldorf gerecht zu werden.