SPD-Fraktion zum Energiebericht 2024 der städtischen Gebäude. Wir sind auf einem guten Weg.

Veröffentlicht am 29.11.2025 in Gemeinderatsfraktion

Die SPD-Fraktionssprecherin Dr. Andrea Schröder-Ritzrau nahm Stellung zum Energiebericht 2024 über die städtischen Gebäude, der seit über 10 Jahren jährlich vom Fachbereich Bauen vorgestellt wird:

Wir nehmen den Energiebericht der Schulen, Kitas, Sporthallen und sämtlicher anderer kommunaler Gebäude für 2024 zur Kenntnis. Herr Rothweiler und Herr Tisch, Ihnen danken wir an dieser Stelle für die strukturierte und akribische Arbeit am Thema sowie die regelmäßige und gute Berichterstattung.  Herr Rothweiler, Sie beglückwünschen wir ebenfalls zur Zertifizierung Ihrer Guten Arbeit, von der wir gerade erfahren haben.

Zunächst möchte die SPD-Fraktion konstatieren, dass wir mit den städtischen Gebäuden in Bezug auf Energie- und Wasserverbrauch gut dastehen. Ich vergleiche beim langjährigen Trend im Folgenden bewusst den jeweiligen Verbrauch pro Quadratmeter. Da wir sehr viele Gebäude- und Nutzflächen hinzugebaut haben, würde der absolute Verbrauch das Bild verzerren.

 

Der Wärmeverbrauch lag 2024 im Schnitt über alle Gebäude bei ca. 50kwh/m2 und - da wir jetzt genau auf 10 Jahre zurückblicken, stellen wir fest, er hat sich fast halbiert (von 90 kWh 2014). Ein Energieverbrauch von 50kwh/m2 Wärme deutet auf ein sehr effizientes Gebäude hin, wie etwa einen gut gedämmten Neubau oder ein Haus in der Energieeffizienzklasse B. Dies liegt im Bereich des niedrigeren Endes des Energieverbrauchs für moderne Gebäude und bedeutet eine gute Dämmung und eine moderne Heizungsanlage. Das dieser Wert gleichzeitig der von der Landesregierung vorgegebene Richtwert zur Sanierung ist, um das Ziel der Klimaneutralität bis 2040 zu erreichen, zeigt uns heute, 2025, wir sind gut.

Auch der Stromverbrauch pro qm hat sich von 23 auf 12 kWh halbiert. Die gesamt CO2 Emissionen sind nur um ein gutes Drittel zurückgegangen. Dies liegt aber auch daran, dass wir die Fläche um 40% erhöht haben im Vergleich zu 2014.

Ich stelle fest, nach eingehendem Studium unserer Zahlen, wir sind beim Thema Energieeffizienz steigern sowie beim Verbrauch reduzieren in den meisten Liegenschaften an einer Stagnationslinie angekommen, was bedeutet, je kwh, die wir den Verbrauch drücken wollen würden erfordert immer mehr Geldeinsatz, bzw. Materialeinsatz und ist daher nicht mehr unbedingt sinnvoll.

 

Weitere, klimarelevante Schritte gibt es also in erster Linie nur noch über den Ausbau der Erneuerbaren. Je mehr klimaneutrale Energie wir produzieren, desto besser helfen wir dem Klima. Wenn man sich nun die installierte Leistung an PV auf den kommunalen Liegenschaften ansieht, sind knapp 500 Kwp natürlich nicht wirklich viel - auf der anderen Seite ist eben auch nicht viel Fläche vorhanden. Bei unserem Eigenbetrieb Wohnungswirtschaft sieht das besser aus und auch die Produktion von erneuerbaren Energien insgesamt in Walldorf darf betrachtet werden -aber in diesem Bericht geht es ja nur um die Gebäude der Stadt zur öffentlichen Nutzung.

 

Summasumarum heißt es von unserer Seite, Herr Rothweiler, wir sehen im Bericht die akribische Arbeit, mit der Sie durch stete Wartung und Optimierung der Energieanlagen in den Gebäuden sowie kleinerer Maßnahmen die Liegenschaften energieoptimiert machen und halten. Das brauchen wir um auch morgen noch kraftvoll Energie einsparen können (frei nach einer Zahnpastawerbung). Aber Spaß beiseite - ihre Arbeit ist wichtig - Danke dafür.

 

Vielleicht zum Schluss der Blick auf das monetäre. Die Kosten für sämtliche Energie- und Wasserverbräuche in den betrachteten Gebäuden belaufen sich auf 1.1 Mio € pro Jahr - 2014 war es fast genauso viel - nämlich 970 T€.

 

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