Stadtrat Lorenz Kachler
Zu Beginn seiner Stellungnahme bedankte sich Lorenz Kachler herzlich beim Walldorfer Förster Achim Freund und dem Forstbezirksleiter Philipp Schweigler für deren ausführlich vorgetragenen Bericht zum Wald. Besonders bedankte er sich für die Ausführungen zur Waldpädagogik.
Lorenz Kachler hatte sich als ehemaliger Schulleiter der Waldschule Walldorf auch selbst in besonderem Maße für die Waldpädagogik eingesetzt, beispielsweise für die Betreuung des Maulbeerbuckels.
Das Hegen und Pflegen der jungen Triebe im Wald wurde vom Förster als „frühkindliche Pflege“ bezeichnet und so führte Lorenz Kachler aus, dass wir in Walldorf auch den Auftrag haben, die „frühkindliche Bildung“ im Wald zu pflegen. Deshalb sind schon in den Kindergärten und in der Walldorfer Bildungslandschaft der Kontakt zum Wald und das Agieren im Wald besonders auch im Grundschulbereich besonders ausgeprägt. Sehr regelmäßig helfen gerade die Kinder der Sambugaschule im Wald mit!
In seiner Stellungnahme beleuchtete Kachler weitere Themen:
Zu Wald und Walldorf
· Der Wald hat eine bedeutende Rolle in der Geschichte und Entwicklung von Walldorf gespielt.
· Ressourcen: Holz für Bau, Werkzeuge und Brennmaterial.
· Lebensraum: Zahlreiche Tier- und Pflanzenarten.
· Erholung und Freizeit: Wanderwege, Radwege und Naturpfade.
· Kulturelle Bedeutung: Teil der lokalen Identität und Traditionen.
Zum Wald und dem Klimawandel
· Kohlenstoffspeicherung: Absorption von CO2.
· Klimaregulation: Kühlung der Luft.
· Biodiversität: Unterstützung von Pflanzen- und Tierarten.
· Wasserkreislauf: Speicherung und Verbesserung der Wasserqualität.
· Erosionsschutz: Schutz des Bodens vor Erosion.
Zum Bericht 2024
· Gesundheitszustand des Waldes: Niederschlagreichstes Jahr seit 20 Jahren, hohe Jahresdurchschnittstemperatur.
· Holzeinschlag: 2500 Festmeter, Steigerung aufgrund hoher Absterberate.
· Maikäferflugjahr: Erholung der kahl gefressenen Eichen.
· Naturschutz: Erweiterung der Waldweidefläche auf 8 Hektar.
· Waldpädagogik: Über 140 Veranstaltungen und 3800 Teilnehmer.
Vermögenshaushalt
· Kosten für Schlepper: 35.500€.
· Weitere Anschaffungen: 41.400€.
· Einsatz von speziellen Maschinen und Firmenleistungen.
Zur Planung 2025:
· Hiebsplan: 2.800 Festmeter Holzeinschlag geplant.
· Kulturen/Ersatzaufforstung/Waldschutz: Aufforstung und Pflege.
· Naturschutz: Anpassung der Pflege durch Tierarten.
· Kultursicherung/Jungbestandspflege: Pflege von Neophyten und klimaangepassten Maßnahmen.
· Vermögenshaushalt: Anschaffung einer Bewässerungseinheit.
Zum Haushalt des Forstes
· Kosten für Schlepper: 35.500€.
· Weitere Anschaffungen: 41.400€.
· Einsatz von speziellen Maschinen und Firmenleistungen.
Zu den Kosten
Dass der Forstbetrieb durch die umfangreichen Arbeiten einen Verlust einfahren, meinte Lorenz Kachler: „Das müssen wir uns leisten und das wollen wir uns auch leisten“.
Dem Bewirtschaftungs- und Betriebsplan für das Forstwirtschaftsjahr 2025 stimmte die SPD-Fraktion zu.