Bürgermeister Georg Kletti besucht SPD-Sandhausen

Veröffentlicht am 30.03.2013 in Allgemein

Er hat sich in die „Höhle des Löwen“ getraut:

Hart aber fair:
Bürgermeister Georg Kletti zu Gast bei der SPD
Bürgermeister Georg Kletti gab am vergangenen Donnerstag beiden Sozialdemokraten einen kurzen Rückblick auf die vergangen acht Jahre seiner Amtszeit und skizzierte, was künftig auf die Hopfengemeinde zukommt. Bevor er sich den kritischen, aber fairen Fragen stellte, gab es zum Aufwärmen kurzen „Talk“ mit Moderatorin, Maren Kunkel.

„Bürgermeister ist man 24 Stunden am Tag“

Manchmal sei er eine Geisel seines Terminkalenders, aber für die Familie habe er immer Zeit, so antwortete der Gemeindechef auf die Frage, wie denn sein Tagesablauf aussehe. Eine 60 Stunden-Woche sei normal, aber seine Familie trage alles mit und unterstütze ihn.

E-mails zur Erinnerung und Gedanken am späten Abend
Wenn Georg Kletti morgens aufwacht, hat er schon Ideen im Kopf. Auf dem Weg ins Rathaus auch. „ Und dann schicke ich mir selbst eine E-Mail, damit ich das alles nicht vergesse“, gesteht er im Gespräch. Abends fordern ihn zwar seine Lieben zu Hause, Gedanken an die Gemeinde lassen sich jedoch nicht ausblenden, denn: “Ich führe da nicht nur ein Amt aus, ich lebe es“.
Was haben wir geschafft-wo wollen wir hin.

Rückblick, Ausblick und Meinungsverschiedenheiten
Nicht alles ist so optimal, wie es im Gemeinderat sein könnte, wenn es um die Gesprächskultur geht. Darüber waren sich die SPD-Gemeinderäte und der Bürgermeister einig.
Dennoch haben sie gemeinsam Dinge geschaffen: Den Aufbau der Jugend- Schulsozialarbeit zum Beispiel. Die SPD hat es angeregt und es wurde umgesetzt. Die Umwandlung des Gymnasiums in eine Ganztagsschule mit Hilfe von Fördergeldern des Landes. Da hat die SPD durch eine Resolution ein Umdenken in der damaligen Landesregierung bewirkt. In Sachen Energieeinsparung musste auch nicht lange diskutiert werden: Fotovoltaik-Anlagen, LED-Leuchten und Energiesparlampen- in Sandhausen wurde das angepackt.
Nicht einig sind sich der Bürgermeister und die SPD-Fraktion beim Thema Werkrealschule, Dorfschänke und den Kreisel beim SV-Stadion.
„Was die Gemeinschaftsschule angeht, bin ich nicht beratungsresistent“, so der Bürgermeister.
Zuhören will er, Argumente abwägen, wenn es um das Thema Gemeinschaftsschule geht. Da sei er offen und habe noch keine endgültige Meinung.
Mit den Umlandgemeinden solle es Absprachen geben. Gemeinderat Thomas Schulze merkte in diesem Zusammenhang an: "Die Anderen legen bereits los, schaffen Fakten und wir haben noch nicht einmal angefangen darüber zu reden…".
Zu langsam geht es beim Thema Vereinsheim und Dorfschänke voran. Die SPD hat bereits mehrfach in der Vergangenheit deutlich gemacht, dass sie endlich wissen will, wohin die Reise geht. „Ein Gutachten könnte schon längst erstellt sein, wir verstehen nicht warum es so langsam vorangeht“, so Gemeinderat Frieder Flory. Umso schneller geht es beim Kreisverkehr beim SVS-Stadion. „Nach unserer Meinung ist ein Kreisverkehr dort draußen unnötig wie ein Kropf“, brachte es Fraktionssprecher Werner Berger zum Ausdruck.
Hart aber fair ging es zu, aber „ich habe es mir schlimmer vorgestellt, stellte Georg Kletti mit einem Augenzwinkern am Ende fest.
Maren Kunkel/Thomas Schulze

 

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