Krokodile bei uns?

Veröffentlicht am 02.08.2007 in Ortsverein

21 Krokodilforscher und ihre Begleiter

Diese Frage sollte bei der Exkursion der SPD im Rahmen der „Aktion Ferienspaß“ in das Weltnaturerbe „Grube Messel“ bei Darmstadt beantwortet werden. 21 Kinder im Alter von 10 bis 12 Jahren folgten der Einladung des Ortsvereins. Die Gemeinderätin Dr. Andrea Schröder-Ritzrau hatte die Tour organisiert, mit dabei waren einige Kinder aus Wiesloch und engagierte Genossinnen und Genossen als Begleiter.

Am Eingang zum Gelände der Grube empfing uns eine Führerin und erläuterte die Entstehungsgeschichte. Vor 47 Millionen Jahren war durch einen Vulkanausbruch der „Ölschiefer“ im Explosionstrichter entstanden. Blick in die Grube Die Tiefe des Sees, der sich gebildet hatte – 300 m – erlaubte in den unteren Schichten kei- nen Wasseraustausch und deshalb herrschte Sauerstoffmangel. Der wiederum führte dazu, dass abgestorbene Le- bewesen im Schlamm nicht verrotteten sondern konserviert wurden. Ein ungeheurer Fossilienreichtum war die Folge. Die Funde zeigen, dass das Klima damals subtropisch gewesen ist.Die Führerin erklärt Der berühmteste ist die frühe Pferdeart Propalaeotherium, die auch zum Symbol des Weltnaturerbes Grube Messel wurde. Vom Fossilienreichtum konnten sich die Kinder während des Rundgangs überzeugen, auch wenn diesmal keine Knochenabdrücke eines Krokodils gefunden wurden wie 1875. Wohin man griff: Mindestens ein Gesteinsblättchen mit einer Fischschuppe oder versteinertem Kot hatte man in der Hand.

Die Grube war bis 1970 zum Abbau des Ölschiefers zur Rohölgewinnung genutzt worden. Dann drohte die Umwandlung in eine Müllkippe, die aber verhindert werden konnte. 1995 wurde sie zum UNESCO-Weltnaturerbe-Denkmal erklärt. Heute ist sie beliebtes Ziel von Exkursionen, aber auch Ort wissenschaftlicher Arbeit.

Alligator

Die Kinder unserer Gruppe zeigten sich tief beeindruckt. Nach einem stärkenden Picknick gingen sie begeistert ans Werk, um doch noch Krokodilfunde möglich zu machen. Aus Ästen, Blättern und Steinen wurden gleich mehrere Alligatoren konstruiert und späteren Gruppen als Funde hinterlassen.

Auf der Rückfahrt nach Walldorf hätten die Begleiter sofort Anmeldungen für den Ferienspaß 2008 entgegennehmen können, so viel Anklang hatte der Ausflug gefunden.

Eis essen

Den Abschluss bildete ein gemeinsames Eisessen, mit dem die Kinder für ihre vorbildliche Disziplin und die Organisatorin und die Helfer für ihr Engagement belohnt wurden. 2008 wird die SPD Walldorf wieder beim Ferienspaß dabei sein.

Eine Fotostrecke von der Exkursion können Sie hier sehen, klicken Sie sich von Bild zu Bild. Das dauert aber ein bisschen!