Unser Bundestagsabgeordneter Prof. Gert Weisskirchen lud nach Berlin ein

Veröffentlicht am 01.07.2007 in Ortsverein
Roland Portner, Ingrid Krämer, Matthias Horn
Zwei OV-Vorsitzende und die Reiseleiterin

Wieder einmal konnten einige Genossinnen und Genossen, aber auch kommunalpolitisch aktive Bürgerinnen und Bürger, aus dem Rhein-Neckar-Kreis auf Einladung von Professor Gert Weisskirchen sich ein Bild von der politischen Arbeit in der Bundeshauptstadt machen. Aus Walldorf waren zwei Genossen dabei.

Das Programm begann mit einem Besuch im Reichstag, der mit einem ausgiebigen Sicherheitscheck eingeleitet wurde. Der Pfeifenstopfer des Autors erregte Verdacht und wurde konfisziert – aber Rauchen ist ohnehin „out“. Im Plenarsaal erfuhren wir, warum dieser zur Enttäuschung der Fernsehzuschauer meist ziemlich leer ist – die eigentliche Arbeit findet in den Ausschüssen statt. Und: Regierungserklärungen werden nicht so oft abgegeben, Abstimmungen sind für das Publikum eher langweilig und nicht telegen.

Bundeskanzler(innen)amtEine Stadtrundfahrt war an politischen Gesichtspunkten orientiert und führte durch das Regierungsviertel in der neuen und alten Mitte von Berlin, aber auch durch Problembezirke wie Kreuzberg.

Weitere Einblicke in die politische Arbeit erhielten wir im Außenministerium, in der Außenstelle des Verteidigungsministeriums (wo in der Diskussion die Frage, warum Deutschlands Freiheit auch am Hindukusch verteidigt werden müsse, nicht endgültig geklärt werden konnte), in der Bundeszentrale für politische Bildung und im Willy-Brandt-Haus, der SPD-Parteizentrale. Letzteres erwies sich nicht nur als politische Schaltstelle, sondern auch als beliebter Ort für Kunstausstellungen, ursprünglich wohl ausgelöst durch die Willy-Brandt-Skulptur des Bildhauers Rainer Fetting.

Im KZ SachsenhausenBeeindruckend war der Besuch der Gedenkstätte und des Museums „KZ und Speziallager Sachsenhausen“, wo SS-Personal im effizienten Einsatz in Vernichtungslagern ausgebildet wurden. Prominente Lagerinsassen waren unter vielen anderen Pastor Martin Niemöller, der Schauspieler Bernhard Wicki und der SPD-Reichstagsabgeordnete Michael Schnabrich, der auch in Sachsenhausen starb.

Das Reiseprogramm ließ gerade noch Zeit für private Initiativen wie z.B. den Besuch der Ausstellung „Die schönsten Franzosen kommen aus New York“ in der Neuen Nationalgalerie oder des Kabaretts „Die Distel“, wo die DDR-Vergangenheit auf den Punkt gebracht wurde: „Gott, die Stasi! Na, wenigstens ist ein Oscar dabei rausgesprungen“. Wenig schmeichelhaft das Bild eines SPD-Hinterbänklers, der sich über den „schrittweisen Einstieg vom Ausstieg in den Einstieg vom Ausstieg…“ aus der Atomenergie Gedanken macht.

Alle Teilnehmer waren sich einig: Sie würden gern wieder nach Berlin eingeladen werden.