„Unser Ja zum Schulstandort Sandhausen und damit zur Gemeinschaftsschule steht. Darauf haben Sie unser Wort“. Stellvertretend für alle 22 Kandidaten der SPD machte Fraktionsvorsitzender Werner Berger am Montagabend im Rahmen einer Info-Veranstaltung nochmals deutlich, dass die Sozialdemokraten auch nach der Kommunalwahl nicht von ihrer Position abweichen werden.
„Alle Sandhäuser Kinder sollen vor Ort die Möglichkeit haben, Haupt-, Realschulabschluss und Abitur zu machen. Dafür machen wir uns stark“, bekräftigte auch Gemeinderatskandidat Thorsten Krämer. „Gemeinschaftsschule – Chancen durch Vielfalt“, so der bewusst gewählte Titel der Veranstaltung, auf der sich auch zahlreiche Eltern ein deutliches Bild von diesem Schulmodell machten. Mit Sabine Horn, Rektorin der Gemeinschaftsschule in Kirchheim, Gerhard Kleinböck, Landtagsabgeordneter und dem Bildungsexperten, Norbert Theobald, beleuchteten drei kompetente Referenten nochmals deutlich, was der Gedanke dabei ist: In einer Gemeinschaftsschule sollen Kinder mit unterschiedlichen Begabungen gemeinsam lernen. Der Unterricht geht mit einem differenzierten Angebot auf jeden Schüler ein. So soll jede Schülerin und jeder Schüler die bestmögliche Unterstützung erhalten, um einen erfolgreichen Bildungsabschluss zu erreichen. Die Schule ist Lern- und gleichzeitig Lebensraum. Eine Schulform, wie sie auch in Sandhausen von Eltern, Lehrern und Schülern gewollt ist, wie an diesem Abend deutlich wurde. „Vielen Eltern ist noch gar nicht klar, was es bedeutet, wenn die Werkrealschule dicht gemacht wird“, beklagte ein Elternvertreter. Die Politik müsse nun handeln, bevor hier Chancen vertan werden. Schade sei es, dass im Gemeinderat erst am Montag nach der Wahl abgestimmt werde, ob Sandhausen einen Antrag auf Gemeinschaftsschule stelle, so eine Elternvertreterin. „Unsere Position kennen Sie. Die werden wir auch nicht ändern“, so Gemeinderat Thomas Schulze abschließend.